Jahreseinsatzbilanz der Seenotretter

Seenotrettungskreuzer HAMBURG, HANS HACKMACK und THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbruechiger (Die Seenotretter – DGzRS)

Auf Nord- und Ostsee sind die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Jahr 2025 insgesamt mehr als 1.700 Mal im Einsatz gewesen. Die Seenotretter haben dabei nahezu 3.400 Menschen geholfen. Sie retteten allein rund 460 Menschen aus Seenot oder befreiten sie aus Gefahr. Seit Gründung der DGzRS vor mehr als 160 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter annähernd 87.800 Gerettete – nach wie vor ohne jegliche staatlich-öffentliche Mittel zu beanspruchen.

Die Seenotretter kamen im vergangenen Jahr zahlreichen Fischereifahrzeugen und ihren Besatzungen zu Hilfe und waren viele Male für Seeleute von Handelsschiffen oder Passagiere von Fähren und Fahrgastschiffen im Einsatz. Auch Menschen, die Wassersport betreiben oder an den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Erholung suchen, konnten sich erneut auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen.

Insgesamt haben die Besatzungen der 60 Seenotrettungskreuzer und -boote im vergangenen Jahr 1.723 Einsätze gefahren (Vorjahr: 1.775 Einsätze, Details siehe Anhang). Der leichte Rückgang ist allein durch weniger Einsatzanläufe bedingt, ohne dass die Seenotretter tatsächlich eingreifen mussten. Das belegt auch die Entwicklung der folgenden Zahlen: Die Seenotretter halfen 2025 insgesamt 3.389 (Vorjahr: 2.967) Menschen. Allein 135 (79) von ihnen wurden aus Seenot gerettet, weitere 327 (403) aus Gefahr befreit.

Die Arbeit der Seenotretter ist im abgelaufenen Jahr einem Millionenpublikum bekannt geworden. Die sehr erfolgreiche ARD-Dokuserie „Die Seenotretter“ zeigt hautnah Einsätze und Bordleben auf verschiedenen Stationen sowie die Arbeit der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See in Bremen. Zwei Staffeln mit insgesamt 16 Folgen sind aktuell in der ARD-Mediathek zu sehen.