Sprengstoff am Strand
Ein ruhiger Mittwochmittag auf Norderney verwandelte sich in einen Polizeieinsatz: Am Strand wurde in Höhe des Restaurants „Milchbar” Sprengstoff angespült. Die Polizei stufte den Fund als Industriesprengstoff ein.
Bereits am Vormittag waren die Einsatzkräfte alarmiert worden. Feuerwehr und Polizei riegelten daraufhin einen 300 Meter langen Küstenabschnitt ab, der Sprengstoff wurde an Land gebracht. Angaben zur Menge oder zur Herkunft des Materials konnte die Polizei zunächst nicht machen.
Für Aufregung sorgte kurz darauf die Warn-App „Nina”: Sie forderte Bewohner und Touristen im Nordwesten der Insel auf, das Gebiet zu verlassen. Diese Empfehlung erwies sich jedoch als überzogen. Am Nachmittag stellte ein Polizeisprecher klar, dass keine Gefahr für Menschen auf Norderney bestehe und weder Hotels noch andere Gebäude in der Umgebung evakuiert werden müssten. In den sozialen Netzwerken hingegen ging die Post ab. Von Hotelräumungen bis zu Kommentaren der Vollräumung von Norderney war dort alles vorhanden.
Am Abend haben Spezialisten der Polizei Hannover den Sprengstoff geborgen und abtransportiert.
