Bei den Arbeiten zur Seekabelverlegung für das Offshore-Netzanbindungsprojekt DolWin4 ist am Strand ein außergewöhnlicher Fund gemacht worden: Ein mutmaßlich rund 300 Jahre altes Holzschiffswrack wurde im Sand freigelegt. Das Holzschiff, vermutlich niederländischen Ursprungs, wird derzeit von einem Team der Ostfriesischen Landschaft untersucht. Erste Messungen zeigen: Das Wrack misst etwa 15 Meter Länge und fünf Meter Breite .
Um den Fund zu schützen, hat Netzbetreiber Amprion die Bauarbeiten im unmittelbaren Bereich gestoppt und arbeitet eng mit den Archäologinnen und Archäologen zusammen . Sichtbare Wrackteile werden in dieser Woche geborgen und anschließend dokumentiert, unterstützt vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege .
Der Fund gilt als selten: An der niedersächsischen Küste wurden bislang nur wenige Wracks aus dem 17. und 18. Jahrhundert entdeckt . Die Fachleute hoffen auf neue Erkenntnisse zum historischen Schiffbau.